Steinmetzarbeit aus Buer schmückt die Frauenkirche in DresdenZweihundert Jahre stand die herrliche Kuppel George Bährs über den Dächern der Dresdener Altstadt und beherrschte das berühmte Panorama an der Elbe. Bei den Bombenangriffen am 13./14. Februar 1945 wurde die Frauenkirche, ein Meisterwerk des europäischen Barock, zerstört. Die Trümmer waren über mehr als 40 Jahre ein Mahnmal gegen Krieg, Zerstörung und Unterdrückung. Unmittelbar nach der Wiedervereinigung entstand die Idee zum Wiederaufbau. Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen. Der Ruf ist in der ganzen Welt gehört worden.
Als Konrad Herz 1995 von der Idee des Wiederaufbaus der Frauenkirche erfuhr, ließ er sich nicht lange bitten. "Ich fühlte mich einfach persönlich angesprochen" gibt er seine damalige Gefühlslage wieder. Die Reaktion kam prompt: Nach genauen Plänen der Bauleitung lieferte er den Türsturz für das Südportal der Barockkirche, genau angepasst, genauestens von seinem Steinmetzteam bearbeitet. Drei Jahre später, wieder nach genauen Vorgaben der Dresdener Bauleitung, fertigte Steinmetz- und Steinbildhauermeister Peter Gotza aus Elbsandstein aus den Steinbrüchen bei Pirna in Sachsen das dreiteilige Ersatzstück für eine Giebelspitze. Das Rohmaterial, so weiß der Steinmetz aus dem Unternehmen Konrad Herz zu berichten, machte über 20 Tonnen aus, bevor es in vielen Stunden mit Meißel, Fäustel und Klüpfel bearbeitet wurde.
Als 2005 eines der bedeutendsten Meisterwerke europäischer Baukunst wieder in seinem alten Glanz erstrahlte und die sächsische Elbstadt ihren wertvollsten "Diamanten" frischpoliert der Welt präsentierte, durfte sich Buer glücklich schätzen, gleich zwei wichtige Bausteine dazu beigetragen zu haben: den Türsturz für das Nordportal und die dreiteilige Giebelspitze am Hauptsims des Gotteshauses. |
„Begegnung mit dem Gestern auf dem Weg ins Morgen |